„Auf die Vorteile meiner Hörgeräte möchte ich nicht mehr verzichten“

Interview mit Olaf Schoene

 

 

 

 

Olaf Schoene ist Leiter Konzerneinkauf beim Schweizer Energiedienstleistungskonzern Axpo. Studiert hat der gebürtige Deutsche ursprünglich in Basel, war aber in unterschiedlichen Branchen – von Pharmaceutical and Chemicals, Automotive bis hin zum Maschinenbau – auch in Deutschland und in anderen Ländern in verschiedenen Supply-Chain-Management-Funktionen tätig. Der Familie wegen entschied er sich vor einigen Jahren, zurück in die Schweiz zu kehren.

sola_2a.jpg
 

In seiner Freizeit mag es Herr Schoene sowohl laut
als auch leise. Er fährt leidenschaftlich gerne Motorrad. Richtig abschalten kann er aber am besten in der Natur beim Wandern. Nebst der Zeit draussen liest er gerne viel.

Im Gespräch mit Phonak erzählt Olaf Schoene, wie er seinen Hörverlust bemerkt hat, was für eine Rolle seine Frau dabei spielte, welche Geräte er heute trägt und wie ihn diese bei der Bewältigung seines abwechslungsreichen Alltags unterstützen.

 

Wie stark ist Ihr Hörverlust? 
Seit einem Unfall habe ich auf dem rechten Ohr eine Hörverminderung von ca. 30% im mittleren Frequenz-Bereich. Dies betrifft also genau die Tonhöhen der menschlichen Sprache.

Am Anfang war ich davon überzeugt, dass mir ein Hörgerät auf dem rechten Ohr reicht. Der Hörakustiker hat da milde gelächelt und mir davon abgeraten. Ich habe es trotzdem ausprobiert, aber schnell gemerkt, dass es keine gute Lösung ist. Denn obwohl das linke Ohr alles hört, fühlte es sich wie ein Ungleichgewicht an. Heute trage ich auf beiden Ohren ein Phonak Marvel.

Wann und wie haben Sie gemerkt, dass Sie an einem Hörverlust leiden?
Es gab nicht wirklich einen bestimmten Zeitpunkt oder ein Schlüsselerlebnis. Es ist mir bei kleineren Dingen aufgefallen. Zum einen Dank meiner Frau, die den Eindruck hatte, ich höre ihr nicht richtig zu. Manchmal verwechselte ich ähnlich klingende Worte, wie bspw. „Pole“ und „Kohle“. Da habe ich ihr manchmal völlig falsche Antworten gegeben. 

Die andere Beobachtung machte ich im Geschäftsumfeld. Bei Besprechungen in grösseren Räumen oder mit mehreren Personen – ein Stimmengewirr oder an Telefonkonferenzen auch störende Hintergrundgeräusche – haben mich schneller müde gemacht. Vor allem jetzt mit Hörgeräten merke ich, wie viel Energie mich das Zuhören vorher gekostet hat.

Was hat Sie letztendlich dazu bewegt, einen Hörtest bei einem Hörakustiker zu machen? 
Mich hat es schon eine gewisse Überwindung gekostet, zum Hörakustiker zu gehen. Ich war sicher, dass ich kein Hörgerät benötigte, es brauchte Überzeugungskraft meiner Frau. Den Termin habe ich deshalb anfangs nur ihr zuliebe wahrgenommen. Erst als der Hörakustiker mir die Resultate gezeigt hat, kam bei mir die Einsicht.

Würden Sie heute auf Ihre Hörgeräte verzichten? 
Mit meinem Hörverlust ginge es auch ohne Hörgeräte, aber der Alltag wäre deutlich unangenehmer und ermüdender. Man gewöhnt sich schnell an diesen „Luxus“. Ohne Hörgeräte kostet mich mein Alltag viel mehr Energie und Kraft. Allein die 25-30% sind für mich Grund genug, um Hörgeräte zu tragen.

In welchen Situationen können Sie die Vorteile der Marvel Hörgeräte, also die Übertragung von Inhalten auf beide Ohren von jedem Bluetooth-fähigen Gerät, sowie das Wiederaufladen des Akkus,
besonders nutzen? 
Die Marvel Hörgeräte überzeugen mich sehr. Dass man damit nicht mehr die Wegwerf-Batterien braucht, ist mir persönlich wichtig. Die neue Akkutechnologie ist deutlich ökologischer. Ein weiteres Feature, dass ich sehr schätze und regelmässig nutze, ist die Steuerung durch das Smartphone. Die Telefonie-Funktion finde ich ganz schick. Bei typischen Wartesituationen schaue ich manchmal Netflix und schalte mir den Ton gleich auf die Ohren. Ein Kabelset ist für mich nicht notwendig. Das ist auch beim Joggen sehr praktisch, da ich so problemlos Musik hören kann. Die Lautstärke kann ich ganz einfach über mein Handy steuern.

Was ist Ihnen an Hörgeräten wichtig? 
Eine intuitive Bedienung. Das ist auch der grosse Vorteil meiner Hörgeräte. Ich bin ein Fan von technischen Lösungen, bei denen man keine Bedienungsanleitung studieren muss. Plug and Play – die Hörgeräte funktionieren auch einwandfrei im Automatik-Modus. Da muss man auch nicht irgendwelche Verrenkungen machen. Alles funktioniert automatisch perfekt.

Sie sind beruflich wie auch privat oft länger unterwegs, macht Ihnen die Batterie da nicht zu schaffen? 
Da der Akku einen ganzen Tag hält, habe ich selten Probleme. Ich lade die Geräte routinemässig über Nacht auf und setze sie mir am Morgen ins Ohr. Auf dem Smartphone kann ich auch immer nachsehen, was der aktuelle Akkustand ist. Das ist besonders praktisch, wenn ich lange unterwegs bin und prüfen will, wie viel Leistung das Hörgerät noch hat. So kann ich sie den ganzen Tag durch tragen, und ziehe sie nur beim Motorradfahren wegen dem Helm ab. Ich vergesse regelmässig, dass ich Hörgeräte tragen, denn sie passen perfekt in mein Leben. Sie sind ein Teil von mir und ich nutze sie intuitiv ohne darüber nachzudenken, so wie ich beispielsweise eine Uhr trage oder mich im Auto «automatisch» angurte.

Gibt es Momente, die Sie selbst mit den Hörgeräten vor eine Herausforderung stellen? 
Ja, sobald ich in Situationen gelange, bei denen ein harter Hall vorhanden ist. Beispielsweise bei einer Ansprache im Foyer eines Gebäudes mit Betonwänden und der Verstärkung der Stimme des Sprechers durch ein Mikrofon.  Das sind immer noch Herausforderungen für mich. Ein Programm auf meinen Hörgeräten, welches auf mein Hörvermögen angepasst wurde und ich per Smartphone ein- und ausschalten kann, hilft aber, den Hall etwas rauszufiltern. Zwar ist es immer noch unangenehm, aber nicht mehr so störend wie ohne Feinjustierung.

Wie hat Ihr Umfeld am Anfang auf die Hörgeräte reagiert? 
Die meisten Leute haben nicht wirklich bemerkt, dass ich Hörgeräte trage. Vielen fällt es erst auf, wenn wir auf das Thema Hören oder Hörgeräte zu sprechen kommen. Ein Arbeitskollege sass an einem Event hinter mir und fragte mich: „Sag mal, trägst du ein Hörgerät oder ist das ein Headset?“ Und das war zu einem Zeitpunkt, an dem wir bereits über mehrere Jahre zusammengearbeitet haben.

Wie werden sich die Hörgeräte und ihr Image Ihrer Ansicht nach entwickeln? 
Menschen verbinden das Tragen von Hörgeräten heute leider noch mit Senioren und denken an ihre Grosseltern. Ich bin aber überzeugt, dass in ein paar Jahren mehr Menschen Hörgeräte tragen werden und sich die Wahrnehmung ändern wird. Laut Statistiken sollten heute mehr Personen als tatsächlich der Fall ist Hörgeräte tragen. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist jedoch noch nicht so gross wie bspw. beim Tragen einer Brille. Meiner Meinung nach wird die Hemmschwelle in Zukunft sinken und Hörgeräte vermehrt als cooles Gadget angesehen. Wer weiss, vielleicht wird das Hörgerät auch zu einem Statussymbol, mit der man wie bei einer teuren Uhr prahlt?

Wie sieht das Wunschhörgerät der Zukunft für Sie aus? 
Zwar bin ich im Moment wunschlos glücklich aber, wenn ich im Meer mit den Hörgeräten schwimmen könnte oder diese mir jede Fremdsprache direkt übersetzen können – das würde ich sofort kaufen! 

Jegliche Verwendung dieses Textes und des Bildes bedarf einer schriftlichen Zustimmung der Sonova Schweiz AG.