«Es brauchte so wenig, um an Verwaltungsratssitzungen jedes einzelne Votum wieder einwandfrei zu verstehen.»

Dr. Ulf Berg, Verwaltungsratspräsident mehrerer internationaler Firmen, Phonak Hörsystem-Träger

«Schon als kleiner Bub ging ich mit meinem Vater auf die Jagd. Leider habe ich ohne Ohrenschutz geschossen. Die Folge war ein Hörschaden, ein Tinnitus. Daran habe ich mich gewöhnt, doch kam in den letzten Jahren eine alterbedingte Hörminderung dazu – nicht über Nacht, sondern schleichend. Ich merkte das anfangs kaum, und das war das Problem. Denn die Quittung habe ich trotzdem erhalten. Wenn ich zum Beispiel mit meiner Frau längere Zeit Auto fuhr, hatte ich danach Rückenschmerzen. Warum? Weil ich mich während des Gespräches ständig in ihre Richtung beugen musste, um sie zu verstehen. Mit Frauenstimmen hatte ich am meisten Mühe, weil sie höher sind als Männerstimmen und man sie deshalb früher verliert. Wenn dann noch Nebengeräusche wie im Auto dazukamen, wurde so ein Gespräch zur Tortur.

Hinzu kamen Hörprobleme im beruflichen Alltag. Als Verwaltungsrat und Verwaltungs­ratspräsident mehrerer internationaler Firmen bin ich sehr oft in Sitzungen. Kollegen, die auf der­selben Seite des Tisches sassen wie ich, verstand ich immer schlechter, weil ich ihre Lippen nicht lesen konnte. Das gleiche galt für Telefonkonferenzen. Die Aus­wirkungen waren offensichtlich: Konzentrationsschwächen, Müdigkeit, Missverständnisse. Langfristig konnte ich mir das in meiner Position nicht erlauben.

Trotzdem brauchte es die Menschen um mich herum wie meine Frau und meine Kollegen, um mich von der Notwendigkeit eines Hörgeräts zu überzeugen. War es Eitelkeit, die mich so lange zögern liess? Ich denke nicht. Mir fehlte einfach die Zeit und vor allem das Bewusstsein dafür, wie viel Lebensqualität mir ein Hörgerät zurückgeben würde! Erst als mir ein Arbeitskollege erzählte, wie intelligent, angenehm und diskret moderne Hörgeräte sind, gab ich mir einen Ruck.

Das Phonak-Hörgerät, das ich heute trage, muss ich nie ein- oder umstellen. Das erkennt automatisch, ob ich in der Natur, in einer Sitzung oder auf einer Cocktail-Party bin. Und zum Thema Eitelkeit: Ich kenne Personen mit einem Hörverlust, die heute noch Angst vor Hörgeräten haben, so wie man früher Brillen fürchtete. Ihnen demonstriere ich gerne mein Hörgerät: «Schaut, wie klein es ist», sage ich. «Ihr seht es kaum, obwohl ich kurze Haare habe.»

Ich habe das Hörgerät jetzt seit einem guten Jahr. Am wichtigsten scheinen mir die kleinen, subtilen Veränderungen. Früher habe ich mich etwa an geselligen Abenden immer irgendwann in mich zurückgezogen; heute bin ich wieder bis zum Schluss mit von der Partie. Und die Jagd? Ich bin mit Hörgerät kein besserer Jäger geworden. Aber ich höre die Rehe wieder, bevor ich sie sehe.»

Erfahrungsberichte

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